24. April 2017

Elternarbeit

Nation-2

Türkische Mitbürger, die sich einer aktiven Integration in die Mehrheitsgesellschaft widersetzen, beherrschen die deutsche Sprache nicht. Die an den Schulen eingesetzten Lehrer und Lehrerinnen sprechen in der Regel kein Türkisch.

Ausserdem, gibt es viele Lehrkräfte, die die Anwesenheit von Migrationskindern bzw. dessen kulturelle Vielfalt in der deutschen Schule als Mangelware und als Defizit sehen. Folglich müssen "die Ausländer" Deutsch lernen und sich an die "Leitkultur" anpassen. Dieser Assimilationsdruck hindert eine sinnvolle Elternarbeit.

Eine erfolgreiche Elternarbeit hängt u. a. davon ab, ob die Eltern und die Schule einander verstehen können. Da die Lehrerinnen und Lehrer aus sprachlichen Gründen nicht kommunizieren können, können sie auch nur sehr eingeschränkt Elternarbeit leisten. Dadurch entstehen viele Missverständnisse und Unklarheiten zwischen Lehrerinnen und Lehrern und Eltern.

Hintergrundwissen ist deshalb nötig, um die soziale, politische, kulturelle Lage der Kinder nichtdeutscher Herkunftssprache nachzuvollziehen und deren Familien in der BRD zu verstehen und ihre Probleme interpretieren zu können. Es ist auch unumgänglich, sich nicht nur mit der Kultur von ausländischen Familien auseinander zu setzen, sondern auch mit der eigenen Kultur. Elternarbeit erfordert, sich mit den Vorstellungen und kulturellen Werten von ausländischen Familien vertraut zu machen.

 



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